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Raku

Raku ist japanische Handwerkskunst. Der Begriff steht sowohl für zu verwendende Tonmasse als auch für die Handwerkskunst selbst. Der Name selbst bedeutet „Freude“. Das wird jeder nachvollziehen können, der einmal die Kunst des Raku ausprobiert hat. Das besondere an dieser Form der Kunst ist, dass sie von ihrer Unvollkommenheit lebt. Viele Menschen sind kreativ und möchten ihren Ideen gerne Ausdruck verleihen. Bei dem Versuch ihre Vorstellungen zu verwirklichen, scheitern sie jedoch an den teilweise sehr hohen Anforderungen, die das Handwerk mit sich bringt. Feste Maßstäbe lassen für Kreativität und frohem Schaffen nach Lust und Laune wenig Raum. Im Gegensatz zu dem normalen Brennverfahren wie bei anderen Keramik-Techniken wird beim Raku das Gefäß wird nach dem Brennvorgang das Gefäß, wenn es noch ganz heiß ist, also bei ca. 1000 ° C mit einer Zange aus dem Ofen genommen (Vorsicht: Heiß!!!) und in einen Behälter, in dem sich z.B. Blätter, Stroh o. ä. befindet, so hineingelegt, dass keine Luft mehr an das Gefäß kommen kann. Da dabei sehr viel Rauch entsteht, sollten das Brennen und das Gestalten auf alle Fälle im Freien stattfinden. Da das Gefäß noch heiß ist, ihm der Sauerstoff entzogen wird, ändert sich aufgrund der Oxidation die Farbe des Gefäßes und die Strukturen z. B. der Blätter finden sich in dem Gefäß wieder. Jedes einzelne gefertigte Stück ist so absolut einmalig. Kleinere Risse, die bei herkömmlichen Keramiken das Ergebnis ruinieren, geben dem Raku gerade seine besondere Note. Der Brennverlauf liegt nicht wirklich in der Hand des Künstlers. Raku ist daher keine Kunstform für Perfektionisten, doch für alle diejenigen, die gerne mal etwas Neues ausprobieren möchten und dabei einfach Freude haben wollen, ist es genau das Richtige.