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Arbeiten mit Lehm

Wer handfeste Kunst mag, gerne mit seinen Händen arbeitet und spüren will, wie sich sein Kunstwerk entwickelt, für den ist das Arbeiten mit Lehm das Richtige. Da kann man richtig zupacken, formen und gestalten. Außer dem Lehm braucht man nur Ideen. Der Lehm erhält durch die Mineralien seine Stabilität. So lange er feucht ist, kann man ihn bearbeiten, mit dem Trocknungsprozess wird er fest. Das bedeutet aber nicht, dass man sein Lehmkunstwerk in einem Stück fertigen muss. Trocknet er, befeuchtet man ihn einfach wieder und kann so seine Form wieder verändern oder weitere Lehmteile durch Befeuchten der Verbindungsstellen hinzufügen. Viele Menschen finden großen Gefallen am Arbeiten mit Lehm. Das mag darauf zurückzuführen sein, dass die Menschen bereits zu Höhlenzeiten mit Lehm gearbeitet haben und in uns allen noch dieser Urinstinkt irgendwo schlummert. Diese Form der Kunst eignet sich gleichermaßen für Kinder und Erwachsene. Kinder haben Freude daran mit dem Lehm zu arbeiten, wie mit dem Sand am Strand. Doch das Schöne am Lehm ist, dass dieser beständig ist und nicht, wie der Sand, mit der nächsten Flut weggespült wird. Für Erwachsene ist schön in der heute hoch entwickelten Gesellschaft zurück zu den Wurzeln zu gehen und selber etwas zu schaffen. Zwar ist es nicht gleich ein Haus, das man damit baut, doch reicht auch schon ein kleines Kunstwerk um ein gutes Gefühl zu schaffen. Das Gefühl eine eigene Idee gehabt zu haben und diese vollständig selbständig mit den eigenen Händen umgesetzt zu haben und das Ergebnis in den eigenen Händen halten zu können, ist nicht zu unterschätzen. Arbeiten mit Lehm wird daher auch häufig in der Ergo-Therapie eingesetzt, nicht zuletzt, weil es da, im wahrsten Sinne des Wortes, in der eigenen Hand liegt, was mit der Lehmskulptur wird.